Was uns wichtig ist

Christlich: Wir orientieren uns am Auftrag Jesu und an seinem heilenden Handeln. (Heil und Heilung) .
Interkulturell: Die Mitglieder unseres Vereins kommen aus Deutschland und aus Tanzania, in Tanzania aus unterschiedlichen Ethnien.(Ein Gefäß voll Völker).
Gemeinsames Lernen: das gemeinsame Lernen, der Austausch von Erfahrungen, unserer Ideen und Ressourcen sind Grundlage unserer Zusammenarbeit.
Partnerschaft: Der Umgang miteinander geschieht auf einer partnerschaftlichen Ebene. Dies gilt für die Mitglieder, die Mitarbeiter, aber auch für die Patienten, die zur Behandlung kommen.

Gesundheit des einzelnen, aber auch die Gesundheit der Gemeinwesen, z. Zt in Tanzania in der Kigoma und Tabora Region. Die Betonung liegt auf dem Begriff Gesundheit, nicht auf Medizin. Die Gesundheit der Menschen ist abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, z.B. von den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Stabile politische Systeme sind wichtige Voraussetzungen, ebenso wie gesundes Wohnen, sauberes Wasser, gute Einkommensverhältnisse, Stärkung der rechtlichen Position der Frauen, Schulbildung, gute Verkehrswege, Beachtung der Menschenrechte, all dies sind wichtige Faktoren für die Gesundheit des Einzelnen und der Bevölkerung.
Primary Health Care: Wir sorgen für eine qualifizierte Gesundheitsversorgung in einer abgelegenen Region. Dabei orientieren wir uns an den Prinzipien der Primary Health Care Strategie und an den Leitlinien der Community Based Health Care/ Development Konzepte. Die Bevölkerung soll selbst in die Lage versetzt werden, ihre Situation zu analysieren und selbst mit eigenen, lokal erhältlichen Mitteln zu verändern.

Medical Mission Support (MMS): Um dies auch praktisch vor Ort umsetzen zu können, wurde die Organisation Medical Mission Support (MMS) in Tanzania gegründet. In der Medical Mission Support (MMS) sind ausschließlich tanzanische Mitglieder, die die praktische Arbeit mit der Bevölkerung in den Dörfern gestalten. (Aktivitäten)
Unsere Arbeit ist mit anderen Gruppen und Organisationen, die ähnliche Zielsetzungen haben wie wir, vernetzt. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernaufgaben und -kompetenzen und sind gerne bereit, von anderen zu lernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. (Christian Connections for International Health).
Ferner unterstützen wir das zuständige Regierungskrankenhaus in der Region finanziell und durch Sachleistungen. Dies erscheint uns sinnvoller und zweckmäßiger, als ein eigenes teures Hospital aufzubauen und zu unterhalten. Der leitende Arzt des Regierungskrankenhauses gehört mit zum Beraterkreis der Arbeit der MMS in Kigoma.

Ausbildung und Weiterbildung: Wir fördern die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Z.Zt. helfen wir mit bei der Finanzierung eines Medizinstudiums eines tanzanischen Studenten. Zur Ausbildung der Mitarbeiter gehört auch die geistliche Zurüstung und Seelsorge. Unser Dienst gilt allen Menschen, gleich welcher Hautfarbe, Religion und Kultur und gleich welcher sozialen Stellung, wobei wir uns vorrangig für die armen Bevölkerungsgruppen einsetzen.
Wir verzichten ganz bewusst auf europäische Mitarbeiter, die in Afrika die Arbeit ausführen. Mit dem Jahresgehalt, das wir z.B. für einen deutschen Arzt ausgeben müssten, könnte man 10 tanzanische Ärzte finanzieren. Der tanzanische Leiter der Arbeit wird von Deutschland aus finanziert, finanziert wird auch ein tanzanischer Pastor als Seelsorger und Evangelist. Durch die Einnahmen bei der Behandlung in den beiden Ambulanzen in Nkalinzi und Bugamba wird ein Teil der entstehenden Kosten gedeckt, z. B. die Gehälter des Ambulanzpersonals.

Ausbildung eröffnet neue Perspektiven

Qualität: 2002/2003 haben wir mit qualitätssichernde Maßnahmen für unsere Arbeit begonnen. Hierfür haben wir einen Assessmentbogen entwickelt. Der Bogen wird jährlich von den Mitarbeitern in Kigoma bearbeitet und in den Vorständen in Kigoma und in Deutschland ausgearbeitet und diskutiert. Die Beurteilung der Arbeit zieht Kriterien der Struktur- und Prozeßqualität in Betracht. Berücksichtigt werden z.B allgemeine Merkmale, medizinisch technische Ausstattung, Motivation der Mitarbeiter, Einbindung und Akzeptanz in der Bevölkerung, Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchen Gemeinden, Fortbildung und Weiterbildung der Mitarbeiter, Kommunikation und Berichtswesen, missionarisch-evangelistische Ausrichtung.

Bewusstseinsveränderung: Das Bewusstsein wächst, dass die weltweiten Probleme eng mit den unsrigen in Deutschland verknüpft sind. Wir sind es gewohnt, bereitwillig Veränderungen bei anderen im fernen Afrika zu befürworten. Aber Veränderungen dort setzen Veränderungen bei uns voraus. Deshalb beschäftigen wir uns in Deutschland auch mit Fragen: Wie können wir als Christen in Deutschland glaubwürdig leben? An welcher Stelle können oder müssen wir unseren Lebensstil ändern? Wo müssen wir uns selbst ändern oder verändern lassen? Im Nachdenken über diese Fragen liegt die Chance, dass unsere Mitverantwortung wächst und unsere Mithilfe wirksam wird.

Gideon Kibambai Diplomübergabe

Prozesshaftes Geschehen: Wir gehen davon aus, dass unsere Arbeit ein prozesshaftes Geschehen ist und sich nachhaltige Veränderungen nur langfristig einstellen werden.

Der Name „Medizinische Missionshilfe“ ist in der Historie unserer Arbeit begründet. Aus Gründen der Kontinuität haben wir uns entschlossen, diesen Namen vorerst beizubehalten.

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