Teenager-Schwangerschaften

Tansania hat eine der weltweit höchsten Raten bei Teenager-Schwangerschaften

Zwischen 2004 und 2008 konnten in Tansania 28.600 Mädchen ihre Ausbildung nicht abschließen, weil sie schwanger geworden sind. Dies ergab eine Studie des tansanischen Bildungsministeriums, deren Ergebnisse Ende Mai vorgestellt wurden.

Nach der Studie wurden durchschnittlich mehr als zwei von zehn Mädchen im Teenageralter schwanger – wobei die Zahlen regional schwanken, im Norden sind es 16 Prozent, an den großen Seen sogar 30 Prozent. Damit hat Tansania eine der weltweit höchsten Raten bei Teenagerschwangerschaften.

Teenagerschwangerschaften bergen hohe Risiken für die Mädchen und ihre Kinder: Die Müttersterblichkeit ist bei 15- bis 19-jährigen Müttern doppelt so hoch wie bei älteren Frauen, auch die Kindersterblichkeit ist bei jungen Frauen deutlich höher. Brechen die Mädchen und jungen Frauen aufgrund ihrer Schwangerschaft die Schule ab, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie später mehr Kinder bekommen, als wenn sie ihre Ausbildung beendet hätten. Denn wer seine Ausbildung abgeschlossen hat, weiß generell eher über Verhütungsmethoden Bescheid.

Vielen Mädchen fehlt in Tansania der Zugang zu Aufklärung. Mit Aufklärung, wie sie die Stiftung Weltbevölkerung anbietet, lassen sich Teenagerschwangerschaften verhindern. Um auch Jugendliche in abgelegenen Gegenden zu erreichen, ist die Stiftung dort seit fünf Jahren mit einem speziellen Youth Truck unterwegs und hat damit bereits mehr als 9.000 Jugendliche über Verhütung informiert.

Quelle: Tanzania Daily News, 27. Mai 2012


mit freundlicher Genehmigung
entnommen
DSW [news] Juni 2012


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