Mutterschaft in Tansania riskanter

Mutterschaft in Tansania wird immer riskanter

Die Müttersterblichkeit in Tansania hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt. Aktuelle Zahlen der Weltbank zeigen, dass 1.500 Frauen pro 100.000 Lebendgeburten während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz nach der Entbindung sterben. Anfang der 1990er waren es noch 770 Frauen. Insgesamt fordern Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt jährlich fast 21.000 Todesopfer unter Müttern in Tansania. Damit ist die Zahl dieser Todesfälle gegenüber den 1990er Jahren um mehr als das Doppelte gestiegen: Damals starben im Jahr rund 8.700 Frauen.

Weltweit ist die Müttersterblichkeitsrate in Tansania damit nach Sierra Leone, Niger, Malawi und Angola am höchsten. Gründe für den dramatischen Anstieg der Todesopfer unter tansanischen Müttern sind neben der Armut die schlechten Transportmöglichkeiten und das unterfinanzierte Gesundheitssystem des Landes. Wegen des Mangels an qualifiziertem medizinischem Personal werden nicht einmal die Hälfte aller Geburten fachlich betreut. Ein großes Problem stellt zudem die untergeordnete Stellung der Frau dar: Sie kann oft nicht selbst darüber entscheiden, eine medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen.


Sterblichkeitsrate bis 2010 halbieren

Um diesem Problem zu begegnen, wollen der tansanische Präsident Jakaya Kikwete und der Gesundheits- und Sozialminister David Mwakyusa die Müttersterblichkeitsrate bis 2010 halbieren. Hierfür will die Regierung die Patientenversorgung effizienter gestalten, Krankenhäuser besser ausstatten und die Koordination zwischen Kliniken und Krankentransporten verbessern.

Quelle: Push Journal, 19. Juli 2007.
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