Mehr Kinderehen

Mehr Kinderehen = höhere Mütter- und Säuglingssterblichkeit

Länder, in denen Mädchen häufig schon vor dem 18. Lebensjahr verheiratet werden, weisen deutlich höhere Raten der Mütter- und Säuglingssterblichkeit auf. Wenn zehn Prozent weniger Mädchen früh verheiratet werden, würde die Müttersterblichkeit in einem Land um 70 Prozent sinken. Zu diesem Schluss kommen Prof. Anita Raj und Ulrike Boehmer von der Universität Boston.

In ihrer Studie, die im Fachmagazin "Violence Against Women" veröffentlicht wurde, haben die beiden Wissenschaftlerinnen Gesundheitsindikatoren von 97 Staaten verglichen und fanden deutliche Zusammenhänge zwischen schwachen Gesundheitswerten und hohen Zahlen an Frühverheiratungen.

Bei Teenagerschwangerschaften treten Komplikationen rund um die Geburt bei den jungen Müttern und den Säuglingen wesentlich häufiger auf. "Wir hoffen, dass die Ergebnisse der Studie dazu beitragen können, dass Staaten entschiedener gegen Kinderehen vorgehen", sagt Prof. Anita Raj. Weltweit sind mehr als 60 Millionen Frauen und Mädchen betroffen.

Zum Artikel (englisch)
>>>>www.sciencedaily.com/releases/2013/05/130513174046.htm

Entnommen DSW [news] Juni 2013
Mit freundlicher Genehmigung


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