Migration: Eine Welt in Bewegung

Heute leben mehr Menschen außerhalb ihres Heimatlandes als jemals zuvor - weltweit sind es 191 Millionen. Wenn diese Migranten alle in einem Land leben würden, nähme es nach China, Indien, den USA und Indonesien Platz fünf auf der Rangliste der bevölkerungsreichsten Länder ein. Trotzdem ist der Anteil der internationalen Migranten an der gesamten Weltbevölkerung relativ gering. Im Jahr 2000 betrug er 2,9 Prozent.

Menschen wandern aus, weil sie für sich und ihre Familien zuhause keine Perspektiven sehen. In vielen Entwicklungsländern zwingen Armut, Arbeitslosigkeit, knappe Ressourcen - vielerorts verschärft durch die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums - Männer und Frauen in die Migration. Viele Menschen fliehen vor Kriegen, Konflikten, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen in ein anderes Land.

Insgesamt hat sich die internationale Migration in den letzten Jahren verlangsamt. Die absolute Zahl neuer Migranten ist gesunken: Von 41 Millionen im Zeitraum von 1975 bis 1990 auf 36 Millionen zwischen 1990 und 2005. Ein Grund hierfür ist der Rückgang der Flüchtlingszahlen. Im Gegensatz zu den Entwicklungsländern, in denen die Einwanderungsrate drastisch gesunken ist, nimmt die Immigration in den entwickelten Ländern zu: Von den 36 Millionen Menschen, die zwischen 1990 und 2005 ihre Heimat verlassen haben, sind 33 Millionen in ein Industrieland ausgewandert. 75 Prozent aller internationalen Migranten leben in nur 28 Ländern: Einer von vier Migranten in Nordamerika, einer von drei in Europa.

Mit freundlicher Genehmigung DSW
Eine Grafik zu den zehn wichtigsten Aufnahmeländern der internationalen Migranten finden Sie hier:
http://www.weltbevoelkerung.de/pdf/aufnahme_migranten.pdf


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