Megacities

UN-Bericht:
Ende 2008 lebt jeder zweite Mensch in der Stadt

Vor allen Dingen in Afrika und Asien werden die Städte in Zukunft rasant wachsen.
Laut eines aktuellen Berichts der Vereinten Nationen (UN) werden Ende des Jahres etwa 3,3 Milliarden Menschen und damit die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten leben. Derzeit wachsen die Städte in allen Teilen der Erde und dieser Trend wird sich zukünftig rasant fortsetzen: Die UN erwarten, dass zur Mitte dieses Jahrhunderts schon etwa 6,4 Milliarden Menschen und somit 70 Prozent der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben werden.

Die Bevölkerung auf dem Land hingegen wird nur noch in den kommenden zehn Jahren wachsen und anschließend immer weiter schrumpfen. Für das Jahr 2050 prognostizieren die UN-Experten 600 Millionen weniger Menschen in ländlichen Gebieten als heute.


Skyline Nairobi

Afrika:
Bevölkerung in Städten wird sich verdreifachen


In den Industrieländern Europas und Nordamerikas leben schon heute 70 Prozent der Menschen in Städten, in Afrika und Asien sind es nur 39 bzw. 41 Prozent. Allerdings wird das Bevölkerungswachstum der Zukunft nahezu ausschließlich in den Städten der Entwicklungsländer stattfinden.

So wird sich die Zahl der Stadtbewohner auf dem asiatischen Kontinent in den kommenden 40 Jahren mehr als verdoppeln – auf 3,4 Milliarden Menschen. Für Afrika rechnen die UN sogar damit, dass sich diese Zahl im selben Zeitraum fast verdreifachen könnte, von heute 340 Millionen auf mehr als 900 Millionen Städter.

Heute ist Kairo die einzige Stadt in Afrika mit mehr als zehn Millionen Einwohnern. Doch schon bis 2025 werden zwei weitere Städte hinzukommen: Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo und Lagos in Nigeria. Weltweit wird es dann 27 dieser Megastädte geben. Die größte Stadt der Welt ist und bleibt mit mehr als 35 Millionen Einwohnern Tokio.


Wohnblocks in Snansibar Stadt

Bevölkerungswachstum Hauptursache für Verstädterung

Der Prozess der Verstädterung ist dem UN-Bericht zufolge in erster Linie auf das natürliche Wachstum der Bevölkerung zurückzuführen. Die Wanderung vom Land in die Stadt ist eine weitere, allerdings weniger bedeutende Ursache.

Die Experten betonen außerdem, dass die vorliegenden Verstädterungsprognosen nur dann eintreten werden, wenn die Zahl der Kinder pro Frau vor allem in Afrika und Asien weiter sinkt. Bliebe die heutige Kinderzahl bis 2050 auf gleichem Niveau, würden anstelle der derzeit prognostizierten 6,4 Milliarden Stadtbewohner zur Mitte des Jahrhunderts 8,1 Milliarden Menschen in Städten leben.

Eine Zusammenfassung des Berichts erhalten Sie hier als pdf (224 KB) zum Download: http://www.un.org/esa/population/publications/wup2007/2007WUP_Highlights_web.pdf

Nähere Informationen zu den Auswirkungen von Verstädterungsprozessen in Entwicklungsländern erhalten Sie im UN-Weltbevölkerungsbericht 2007 (
www.weltbevoelkerung.de/publikationen/weltbevoelkerungsbericht.shtml?navanchor=1010051) "Urbanisierung als Chance: Das Potenzial wachsender Städte nutzen".
Quelle: Vereinte Nationen, World Urbanization Prospects: The 2007 Revision, 2008.


Entnommen DSW [news]März 2008 – Mit freundlicher Genehmigung


Wohnblocks in Snansibar Stadt

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