"Ist die Zeit der ärztlichen Mission vorüber?"


So fragt Daniel Fountain in seinem Beitrag „New paradigms in Christian Health Ministries“ (so die englische Überschrift des Originalbeitrags, erschienen 2001).
Dass diese Frage von Dr. Fountain gestellt wird, ist von besonderer Bedeutung, hat er doch 30 Jahre als Missionsarzt im heutigen Kongo gelebt und gearbeitet. Gerade seine Tätigkeit als leitender Krankenhausarzt in Vanga entsprach dem Bild, wie man sich gemeinhin die Tätigkeit eines Missionsarztes vorstellt. Fountain zählt zu den herausragendsten Vertretern der ärztlichen Mission im ausgehenden 20.Jahrhundert.


Er antwortet auf die eingangs gestellte Frage, ob die Zeit der ärztlichen Mission vorbei sei:
„Die Antwort (…) lautet Ja und Nein. Die Art und Weise, wie man bisher gemeinhin medizinische Missionsarbeit auffasste, besonders von evangelikaler Seite aus, ist in der Tat unbrauchbar geworden. Schon vor mehr als 10 Jahren hätte man mit dieser Form der Arbeit aufhören sollen. Teure Krankenhäuser, europäische und nordamerikanische Ärzte, Krankenschwestern und - pfleger, eine Unmenge an Medikamenten und medizinische Gerätschaften können den Krankheitsnöten der Menschen nicht gerecht werden. Auf der anderen Seite sind die Herausforderungen, denen sich die christlichen Gesundheitsdienste gegenübersehen, größer als je zuvor. Zudem hat sich der Auftrag Jesu an seine Jünger, die Kranken zu heilen, nicht verändert. Diesem Auftrag im 21. Jahrhundert gerecht zu werden, wird ohne eine neue Sichtweise nicht möglich sein.“

www.mmh-mms.com/downloads/fountainaerztlichenmission.pdf

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