Das Ende der Heilkunde ?


Paul U. Unschuld spricht von der „Ware Gesundheit“. Er beschreibt einen Wertewandel in der Medizin, der durch die zunehmende Einflussnahme der Ökonomie auf den Heilberuf verursacht werde. Für ihn ist damit das Ende der klassischen Medizin angebrochen. Der Arztberuf (und auch der Beruf des Apothekers) seien einer rationalisierten Marktwirtschaft zum Opfer gefallen. Triebfeder sei dabei die Ökonomie, deren Zielen sich alles andere unterordnen müsse, auch ärztliches Handeln. Die Tätigkeit des Arztes werde herabgestuft. Dadurch verliere der Arzt im Gesundheitsbetrieb immer mehr an Bedeutung. Früher habe der Arzt in einem freien Beruf selbst Verfügungsgewalt über Wissen und Methoden der Heilbehandlung innegehabt. Die Einflussnahme nichtärztlicher Kriterien und die zunehmende Abhängigkeit von nichtärztlichen Größen auf sein Handeln führten zum Verlust der Selbständigkeit des Arztes. Es komme es zu einer Deprofessionalisierung des ärztlichen Berufes.

Lit.:Paul U. Unschuld, Ware Gesundheit. Das Ende der klassischen Medizin, Verlag C.H.Beck, München 2009


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