Zusammenfassung


Nur ein gemeinwesenorientierter, an den Grundbedürfnissen und an den primären Ursachen von Krankheiten orientierter Ansatz kann aus den vielfältigen und vielschichtigen Problemen der Gesundheitsversorgung herausführen. Diese Bemühungen werden seit 1978 in der Deklaration von Alma Ata als Prmary Health Care (PHC) bezeichnet.

Gesundheit hängt von mehr ab als von medizinischen Faktoren und von mehr als von medizinischer Versorgung. Nämlich von einer Verbesserung der Lebendbedingungen und der Befriedigung der Grundbedürfnisse. Eines dieser Grundbedürfnisse ist die medizinische Grundversorgung, allerdings an nachrangiger Stelle.

Über den Sinn und über die Ziele des PHC - Konzeptes schreibt Prof. Diesfeld:
„Primary Health Care stellt einen sektorübergreifenden Ansatz zur Verbesserung der Gesundheitssituation auf Gemeindeebene dar. Neben dem Gesundheitssektor im engeren Sinn sind andere gesundheitsbezogene und gemeindeorientierte Bereiche wie Ernährung, Landwirtschaft, Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallbeseitigung, Bildung, Kommunikation angesprochen.“
Bemerkenswert ist bei der Beschreibung der Zielvorstellungen des Primary Health Konzeptes:
Es werden keine medizinischen Begriffe genannt, sondern soziale Größen angegeben.

PHC ist ein Konzept, das Gesundheit als das Ergebnis medizinischer und nicht-medizinischer Einflussgrößen darstellt und das Gesundheit als ein Grundbedürfnis neben anderen (z.B. Wohnen, Nahrung, Kleidung, Bildung) ansieht!
Damit dies verwirklicht werden kann, müssen alle Sektoren - medizinisch und nichtmedizinisch zusammenarbeiten. Eine isolierte kurative Gesundheitsarbeit, wie sie auch heutzutage noch gerade in Gesundheitsarbeiten auch von Kirche und Mission vertreten wird, kann diesem Ansatz nicht gerecht werden.

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