2 Pfeiler ärztlichen Handelns



1. Behandlung - Wiederherstellung des Kranken - kurative Medizin (z.B. Krankenhäuser, Medikamente, Operationen, Labor, stationäre oder ambulante Behandlung.)



2. Verhütung von Krankheiten - Prävention


Operation im Missionshospital

a.) Primäre Prävention
- Verringerung oder Vermeidung von mittelbaren Krankheitsursachen:
- Nahrungsmangel
- Bildungsmangel
- schlechte Hygiene
- keine soziale Sicherung
- soziale Ungerechtigkeit
- hohe Fruchtbarkeit
- Entwicklungsfehlplanungen

Erforderlich z. B. Gesundheitserziehung, Ernährung, Wasserversorgung, Abfallbeseitigung




Latrine in Bugamba

b.) Sekundäre Prävention:
- Präventionsmedizin im engeren Sinn:
- Hygiene
- Vorbeugung
- Schwangeren- Mutter-Kind- Vorsorge und Kindervorsorge
- Impfen
- Malariaschutz
- Gesundheitserziehung


Über das Verhältnis dieser beiden Pfeiler zueinander unter den Rahmenbedingungen eines Entwicklungslandes bemerkt Prof. Diesfeld:

So viel primäre Prävention wie möglich,
so viel sekundäre Prävention wie nötig und
kurative Medizin wo Prävention nicht möglich ist.

Dies sei, so Diesfeld weiter, das volkswirtschaftlich günstigste Prinzip und räume der kurativen Medizin die ihr zukommende Stellung ein, die sie dann auch mit optimaler Kosten - Nutzen Relation ausfüllen könne.
Von einer vorwiegend kurativ ausgerichteten Medizin urteilt er, sie bedeute weitgehende Verschwendung der ohnehin extrem unzureichender Mittel am falschen Einsatzort. Von gesundheitsökonomischer Seite wird diese Sichtweise mittlerweile nachdrücklich bestätigt.

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Mutter-Kind-Vorsorge / Hausbesuche

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