Familie, Landwirtschaft, Religion

Der Boden ist relativ fruchtbar, besonders im nordwestlichen Teil der Region, wenngleich zunehmende Erosionen und die Auslaugung der Böden durch Brandrodung der landwirtschaftlichen Produktion enge Grenzen setzen. Der Bedarf und der Verbrauch an Kunstdünger und Schädlingsbekämpfungsmittel ist hoch. Es wird Subsistenzwirtschaft betrieben, dh jede Familie pflanzt zunächst für den Eigenbedarf an. Die Hauptlast der Landwirtschaft, der Erziehung der Kinder, sowie die Sorge für die Familie liegt vorwiegend in der Verantwortung der Frauen. Hauptanbauprodukte sind Mais, Cassava, Koch- und Essbananen, Süßkartoffeln, Bohnen, Erbsen, Spinat, in Kasulu und Umgebung zusätzlich Erdnüsse. In wärmeren Gegenden in der Nähe von Kigoma werden Ölpalmen angepflanzt, aus ihnen wird das zum Kochen benutzte Mawesse – Öl (Palm-Öl) gewonnen. Hauptnahrung ist eine aus Mais oder Cassava -Wurzeln hergestellter fester Brei: Ugali, zu dem man Bohnen, evtl. etwas Spinat , Erbsen isst. Nur bei besonderen Anlässen wird Fleisch oder Fisch gereicht (Hühner, Schweine oder Rindfleisch, Fisch aus dem Tanganyika–See). Ebenfalls nur besonderen Ereignissen leistet man sich Reis.

Durchschnittsgröße einer Familie: Ehepaar mit 6-7 Kindern (ländlich). Oft werden auch die Großeltern und andere Verwandte in den Familienverbund mit aufgenommen und mitversorgt. Nicht selten hat ein Mann zwei Ehefrauen. Die Familiengröße wird dadurch entsprechend erweitert.

In der Kigomaregion sind (ähnlich wie in Tanzania überhaupt) folgende Religionen vertreten:
Ca 30-40 % Christen, ca. 30% Moslems, 30% Angehörige traditioneller Religionen, 1% Hindus

Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Kigoma-Region:
Römisch-Katholisch, Anglikaner, Pfingstkirche (Pentecostal), Herrnhuter Brüdergemeine (Moravian Church), Evangl.- Lutherische Kirche, Siebentage Adventisten, Full Gospel Church, Assemblies of God, Friends of Africa, Baptisten, Joy in the Harvest Mission Church, PEFA Church.


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