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Epidemiologie für Dummies

Für manchen wird das Problem schon beim Titel des Buches an¬fangen: Epidemiologie, was ist das überhaupt? Die Wissenschaft von den Krankheitsursachen in der Bevölkerung führt in der Öffent¬lichkeit zu Unrecht ein Schattendasein. Sie bietet viele Er¬kenntnisse, die ein gesünderes Leben ermöglichen. Das neue Buch verdeut¬licht das breite Betä¬tigungsfeld von Epi¬demiologInnen an¬hand von zahlreichen interessanten und teilweise auch wit-zigen Beispielen auf leicht verständliche Weise. Es erklärt auch ausführlich die Methoden, die hinter verschie¬denen Erkenntnissen stecken. Und dazu gehört notwendigerweise auch einiges an Statistik. Deshalb ist das Buch keine leichte Kost für jede/n. Das ist aber auch gar nicht das Ziel des Autorenteams Oliver Razum, Jürgen Breckenkamp und Patrick Brzoska. Sie haben als Le¬serInnen vor allem StudentInnen der Gesundheitswissenschaften und Medizin im Blick, sowie Men¬schen, die im Gesundheitswesen beraten müssen. Allerdings hof¬fen die Autoren, die alle an der Universität Bielefeld forschen und lehren, auch auf das Interesse ge-sundheitsbewusster Bürgerinnen, die sich über den Sinn oder Unsinn gesundheitlicher Dienstleistungen und über Vorbeugemaßnahmen, die Risiken minimieren sollen, ein eigenes Urteil bilden wollen.

In 24 Kapiteln werden Grund¬lagen der Epidemiologie erklärt. Spannend liest sich der Abschnitt über das Entstehen dieses Wis¬senschaftszweigs. Man erfährt z.B. was ein abgeschraubter Pumpenschwengel in London mit der Bekämpfung der Cholera im 19ten Jahrhundert zu tun hat.

Zahlreiche Kapitel widmen sich den unterschiedlichen Methoden der Epidemiologie - stets illust¬- riert mit Beispielen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Warnung vor Fehlschlüssen. Be¬sonders erhellend ist der Abschnitt zu Medikamentenstudien. Hier wird auf beliebte Mogeleien der Pharmahersteller aufmerksam gemacht. Genauer gesagt: Wie man in die Irre führen kann, ohne zu lü¬gen. Keinesfalls übergehen sollte man das Kapitel zur Sozialepidemiologie mit dem bezeichnenden Titel „Lieber reich und gesund als arm und krank". Es kann nicht oft genug gesagt werden, dass soziale Faktoren - auch in reichen Ländern – einen viel größeren Einfluss auf Gesund¬ heit und Lebenserwartung haben als die kurative Medizin.
Das Buch muss nicht von vorn bis hinten gelesen werden. Viele Kapitel sind auch einzeln verständ¬lich. Ausführliche Erklärungen zu Methoden kann man übersprin¬gen. Allerdings gelingt es den Au¬toren, auch kompliziertere statis¬tische Verfahren meist verständ¬lich zu erklären. Also schadet es nichts, auch als Laie dort weiter-zulesen - für Studentinnen ohne¬hin ein MUSS und sicher vielfach erhellend. (Jörg Schaaber)


Oliver Razum, Jürgen Breckenkamp und Patrick Brzoska.
Epidemiologie für Dummies.
Weinheim 2009, 398 S., 24,95 €,
ISBN 978-3-527-70514-6


Entnommen: Pharmabrief Nr.1 Januar /Februar 2010
Mit freundlicher Genehmigung

Website:
www.bukopharma.de
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